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Was die Anwendung zeigt

Die Anwendung zeigt die wichtigsten Meilensteine des sogenannten "Terminbands" bis Eröffnung des Berliner Flughafens BER. Termine wurden bereits mehrmals gerissen - und der Zeitplan gestreckt. Die Verantwortlichen halten aber eine Eröffnung des BER im zweiten Halbjahr 2017 für machbar. Wir messen den Baufortschritt deshalb auch weiter an dem Plan vom Dezember 2014. Die Meilensteine werden als Checkliste angezeigt und regelmäßig aktualisiert.

Zu den entsprechenden Deadlines fragt die Berliner Morgenpost bei den Verantwortlichen nach, bildet mögliche Verzögerungen und Änderungen des Terminplans ab und zeigt so, ob der angepeilte Terminkorridor im zweiten Halbjahr 2017 erneut in Gefahr ist.

Klicken oder tippen Sie auf die einzelnen Punkte für weitere Informationen. Konkrete Planungen für Punkte in den Jahren 2016 und 2017 wie Abnahmen und Tests stehen noch nicht im Detail fest und werden nachgereicht, sobald diese vorhanden sind.

Im Hintergrund der Anwendung werden Videos von der BER-Baustelle gezeigt. Sie wurden im Sommer 2014 aufgenommen. Um die Videos im Vollbild und ohne Text zu betrachten, können Sie rechts unten auf eine Video-Galerie umschalten. Mit den Pfeilen am linken und rechten Rand der Anwendung, Klicks auf die Vorschaubilder in der Mitte und den Pfeiltasten Ihrer Tastatur können Sie die Videos weiterschalten. Die Anwendung ist für die Nutzung auf Smartphones und Tablets optimiert – dort werden aus technischen Gründen Fotos statt Videos angezeigt.

Wenn Sie nach unten scrollen, finden Sie aktuelle Statusberichte, die den jeweiligen Stand des Terminplans beschreiben. Dort finden Sie auch eine Umrechnung der bisherigen BER-Kosten für jeden Berliner. Die konkrete Rechnung dazu finden Sie hier.

Kritiker zweifeln an einer Eröffnung 2017. Deshalb wollen wir Ihre Meinung wissen. Sie können im untersten Bereich der Anwendung tippen, an welchem Tag Sie die Eröffnung des Flughafens vermuten. Nach der Eingabe sehen Sie, wie andere Nutzer abgestimmt haben. Daneben sehen Sie, wie viele Tage bereits seit der geplatzten Eröffnung am 3. Juni 2012 vergangen sind.

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Ist der BER schon fertig?

Nein

Seit Dezember 2014 gibt es einen konkreten Terminplan für eine Eröffnung des neuen Berliner Flughafens, an dem wir den Baufortschritt regelmäßig überprüfen.

Lageplan:
Stand: 21.08.2016

Die Checkliste

Fahren Sie über die Punkte für weitere Informationen

294 Euro

kostet der BER jeden
Berliner bisher

Statusbericht

Interner Bericht sieht weitere Verzögerung am BER

Stand vom 21.08.2016
Für frühere Statusberichte bitte nach rechts wischen

Die Hoffnung, den Hauptstadtflughafen BER im Herbst 2017 eröffnen zu können, hat einen weiteren Dämpfer erhalten. Ein interner Bericht der Objektüberwachung (OÜ), über den die "Bild am Sonntag" berichtete, geht von weiteren Verzögerungen auf der Baustelle aus. Die bauliche Fertigstellung wurde demnach "im April 2017 mit einer Tendenz in das 2./3. Quartal ausgewiesen". Noch müssten 72,9 Millionen Euro verbaut werden. Sollte der Trend sich fortsetzen, werde das Fluggastterminal erst Ende 2017 baulich fertiggestellt. Wegen der notwendigen Testphase könnte das sogar eine Eröffnung 2018 gefährden.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) reagierte wie meistens, wenn interne Unterlagen an die Öffentlichkeit gelangen. Das Papier sei nicht "verifiziert". Die Objektüberwachung habe als Subunternehmer keinen vollständigen Überblick über die Arbeiten am BER und verfüge nicht über den neuesten Stand des Rahmenterminplans zur Inbetriebnahme, hieß es in einer Erklärung. "Die Inhalte sind interne Berechnungen der OÜ, die nicht mit der FBB abgestimmt sind und auch nicht die Position der FBB widerspiegeln."

Die Opposition und die CDU reagierten mit scharfer Kritik an Aufsichtsratschef Michael Müller (SPD). Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop forderte Müller auf, die wahre Lage auf der Flughafenbaustelle offenzulegen. "Müller muss noch vor der Wahl Farbe bekennen und darstellen, wann eröffnet werden kann und wie viel zusätzliches Geld eine weitere Verzögerung kostet", sagte Pop. Man sollte auch über eine Sonder-Aufsichtsratssitzung noch vor der Wahl nachdenken.

Statusbericht

Kredit genehmigt - Neue Finanzspritze für den BER

Stand vom 03.08.2016

Die EU-Kommission hat eine weitere milliardenschwere Finanzspritze für den neuen Hauptstadtflughafen BER genehmigt. Der im Januar angemeldete Kredit in Höhe von 1,1 Milliarden Euro sowie eine Garantie für zusätzliche Kredite von bis zu 1,1 Milliarden Euro stünden mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Investitionen erfolgten zu Marktbedingungen und stellten daher keine staatlichen Beihilfen für den Flughafenbetreiber FBB dar.

Nach Angaben der EU-Kommission ist ein Teil des Geldes für die Lösung technischer Probleme mit dem Brandschutzsystem und für die Verbesserung des Schallschutzes vorgesehen. Zudem solle in den Ausbau der Kapazität investiert werden, da das Verkehrsaufkommen stärker steigen wird als in den Prognosen für das ursprüngliche Projekt angenommen.

Statusbericht

Flughafenchef: BER-Eröffnung spätestens im November 2017

Stand vom 18.07.2016

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld geht davon aus, dass der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld im Oktober oder November 2017 eröffnen kann. Ziel sei es weiterhin, mit dem Wechsel zum Winterflugplan zu starten, sagte der Manager am Montag vor dem Sonderausschuss des Landtages in Potsdam. "Wir wollen nicht bei Schnee und Eis umziehen und eröffnen."

Damit zeigte sich der Chef der Flughafengesellschaft optimistisch, dass der Pannen-Airport im nächsten Jahr seinen Betrieb aufnehmen kann. Mühlenfeld wies gleichzeitig Berichte zurück, wonach es weitere Verzögerungen gebe. Die "Bild am Sonntag" hatte aus einem Schreiben des Bauordnungsamtes vom 12. Juli zitiert. Danach fehlten im sogenannten "fünften Nachtrag" zum Bauantrag wichtige Simulationsnachweise, die darlegen, dass die Entrauchungsanlage funktioniert. "Es geht um Feinabstimmungen", sagte Mühlenfeld. Dies bestätigte Landrat Stephan Loge (SPD) der Berliner Morgenpost. "Bei einem Antrag von mehr als 1000 Seiten gibt es Klarstellungsbedarf", so Loge.

Statusbericht

Grünes Licht für Brandschutz am BER

Stand vom 27.06.2016

Durch einen Kompromiss mit der Deutschen Bahn und den Genehmigungsbehörden haben die Gesellschafter des Flughafens BER eine Eröffnung im Herbst 2017 wieder möglich gemacht. Dieses Ergebnis verkündete der Regierende Bürgermeister und BER-Aufsichtsratschef Michael Müller (SPD) nach einem Krisengespräch im Roten Rathaus am Montag. Mit dabei waren unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Bundesverkehrsstaatssekretär Rainer Bomba, Bahn-Chef Rüdiger Grube und Stephan Loge, Landrat von Dahme-Spreewald. Den Zeitgewinn bezifferte Müller auf zwei bis drei Monate.

Die Runde musste das Problem des Brandschutzes für den unter dem Terminal gelegenen Bahnhof entschärfen. Das ist gelungen, indem alle Beteiligten übereingekommen sind, zunächst für eine Übergangszeit von zwei Jahren eine geringere Kapazität für den Bahnhof zu akzeptieren, als im Planfeststellungsbeschluss festgeschrieben ist. Bisher beharrten die Bahn-Vertreter darauf, in den Simulationen für die Entrauchungsanlage des Terminals das Maximalszenario durchzuspielen. Das bedeutet: Fünf Züge fahren zeitgleich sehr schnell in den Bahnhof ein. Jetzt belässt man es zunächst bei vier Zügen.

Statusbericht

Aufsichtsratschef Müller zweifelt am Zeitplan

Stand vom 26.05.2016

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens wird möglicherweise zum fünften Mal verschoben. Nun zweifelt auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) an dem Zeitplan. Müller, der den Flughafen-Aufsichtsrat führt, sagte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, „dass ich mit dem heutigen Stand auch nicht mehr ausschließen kann, dass wir mit der Eröffnung im Jahr 2018 landen“. Lange Genehmigungsfristen beim Brandschutz-Umbau im Terminal machten ihn jedoch skeptisch. Es werde von Tag zu Tag schwieriger, den Termin zu halten, sagte Müller.

>Eigentlich sollte der Neubau in Schönefeld 2011 in Betrieb gehen. Doch die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens wurde seit Baubeginn 2006 bereits vier mal verschoben. Die neuen Terminprobleme gibt es, weil ein Terminalgeschoss am Übergang zum unterirdischen Bahnhof bisher im Brandfall nicht ausreichend entraucht werden kann.

Das Brandschutzproblem betrifft den umfangreichen fünften Nachtrag zur Baugenehmigung. Der zuständige Landrat, Stephan Loge, bestätigte nun, dass sich die Genehmigung für einen Teilbereich der Entrauchungsanlage verzögern werde. Eigentlich sollten sämtlichen Bauarbeiten bereits im März abschlossen sein. Nachdem dieser Termin gerissen war, sprach Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld von Spätsommer 2016. Allerdings ist erst mit dieser Genehmigung klar, welche Umbauten im Terminal noch möglich sind.

Statusbericht

Steuerzahler sollen für weitere Milliarde bürgen

Stand vom 16.05.2016

Am BER wird das Geld knapp. Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens wollen bei Banken weitere 1,1 Milliarden Euro an Krediten aufnehmen. Und wenn die Flughafengesellschaft sie nicht zurückzahlen kann, ist die öffentliche Hand und damit der Steuerzahler an der Reihe. Der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg als Eigentümer wollen zu hundert Prozent für die Kredite bürgen, teilte die Flughafengesellschaft mit.

Schon jetzt steht der Flughafen mit 2,4 Milliarden Euro bei Banken in der Kreide. Auch für diese Kredite bürgen Bund und Länder. Die Eigentümer hatten vor einem Jahr beschlossen, den Finanzrahmen für das problembehaftete Projekt um insgesamt 2,6 Milliarden Euro auf bis zu 6,9 Milliarden Euro auszudehnen. Von der Zusatzsumme schießen Berlin, Brandenburg und der Bund 1,1 Milliarde Euro als Gesellschafterdarlehen zu. Weitere 1,1 Milliarden sollen nun über Bankredite kommen, für die sich der Staat verbürgt. Zusätzlich ist ein Finanzpuffer von 400 Millionen Euro vorgesehen.

Um weiteres Geld nachzuschießen, brauchen die Gesellschafter die Zustimmung der EU-Kommission. Mit einer Entscheidung rechnet der Flughafen im Sommer. "Wenn keine Lösung kommen würde, dann müssen wir die Bau- und Ausbauprogramme zurückfahren, was dem Termin 2017 sicherlich nicht zuträglich wäre", hieß es beim Flughafen mit Blick auf die angestrebte Inbetriebnahme Ende nächsten Jahres.

Statusbericht

Zusätzliche Glastürme sollen für frische Luft sorgen

Stand vom 06.05.2016

Mit weiteren Umbauten im Terminal versucht die Flughafengesellschaft die Probleme bei der Entrauchung am BER in den Griff zu bekommen. So sollen jetzt in der sogenannten Verteilerebene des Hauptterminals zwei zusätzliche Glastürme in bereits vorhandene Lichthöfe eingebaut werden, die eine Verbindung nach außen schaffen und über die im Ernstfall Frischluft kommt. Damit könnte das Zuluftproblem gelöst werden, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. Ein entsprechender Bauantrag für die Errichtung der beiden Glastürme sei gestellt.

Das Gesamtproblem der Entrauchung von Terminal und unterirdischem Bahnhof bei ein- und ausfahrenden Zügen sei damit aber noch nicht gelöst. "Hier haben wir zusammen mit der Bahn und den Behörden Vorschläge entwickelt, die bewertet und simuliert werden müssen. Wir sind in einem konstruktiven Dialog", sagte Mühlenfeld.

Im April war bekannt geworden, dass es noch immer erhebliche Probleme mit dem Brandschutz am Flughafen BER gibt. Konkret geht es um das Zusammenspiel der Entrauchung des Terminalgebäudes und des direkt darunter liegenden Flughafenbahnhofs. Im Brandfall muss mit verschiedenen technischen Maßnahmen sichergestellt werden, dass die bei einem Feuer entstehenden giftigen Gase nicht von einem Gebäudeteil in den anderen eindringen und die Menschen dort gefährden kann.

Statusbericht

Flughafengesellschaft muss beim Schallschutz nachbessern

Stand vom 03.05.2016

Am neuen Hauptstadtflughafen drohen weitere Mehrkosten beim Schallschutz für die Anwohner. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg verurteilte die Flughafengesellschaft am Dienstag ein weiteres Mal zu Nachbesserungen bei dem millionenschweren Programm.

Die von der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg GmbH (FBB) bislang angebotenen Zuluftgeräte würden zwar sicherstellen, dass die Schlafräume nachts ausreichend mit Luft versorgt würden. Darüber hinaus sei es aber auch erforderlich, bereits vor dem Einbau der Zuluftgeräte zu planen, wie die zugeführte Luft wieder aus dem Wohngebäude abgeführt werde. Damit gab das Gericht der am stärksten vom Fluglärm betroffenen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow als Klägerin Recht.

Rund 25.500 Haushalte im Umfeld des Großflughafens an der Berliner Stadtgrenze haben Anspruch auf Schallschutz. Die Kosten des Programms haben sich nach Anwohnerklagen schon auf 730 Millionen Euro mehr als verfünffacht, weil der Flughafen beim Einbau von Schallschutzfenstern, Dämmungen und Lüftern die Vorgaben jahrelang verfehlt hatte. Welche Mehrkosten und Verzögerungen nun drohen, ist noch offen.

Statusbericht

Flughafenplaner zweifelt an Inbetriebnahme des BER

Stand vom 27.04.2016

Nach der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft am 22. April ist die Debatte um die Inbetriebnahme des mit Abstand teuersten Infrastrukturprojekts der Region voll entbrannt. Wieder sind es ungelöste Brandschutz-Probleme im neuen Terminalgebäude, die den Termin in Frage stellen. Der Flughafen-Bauexperte Dieter Faulenbach da Costa vertritt die Ansicht, der inzwischen mehr als fünf Milliarden Euro teure Airport werde angesichts der vielen Planungs- und Baufehler wohl niemals in Betrieb gehen.

Durch die vielen Umbauten gebe es bei der Entrauchungsanlage im Terminalgebäude "keine durchgängige Systemarchitektur" mehr, sagte Faulenbach. Die Einregulierung der Entrauchungsanlage werde zeigen, dass deren Umbau zur Funktionsunfähigkeit geführt habe. Sein Fazit: Der Umbau habe viel Zeit und Geld gekostet, das Terminal der Inbetriebnahme aber nicht näher gebracht.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld wie auch der heutige BER-Aufsichtsratschef Michael Müller (SPD) sehen hingegen noch die Chance, dass die ersten Maschinen im nächsten Jahr am neuen Airport abheben werden. Mit seiner Aussage, dass es für ihn nicht so darauf ankommen werde, ob die Eröffnung am Ende im Dezember 2017 oder im Januar 2018 sein werde, hat Müller indes eine weitere Terminverschiebung bereits kommunikativ vorbereitet.

Statusbericht

Alle Meilensteine für 2016 in Verzug

Stand vom 23.03.2016

Die Bauarbeiten am BER sind kräftig in Verzug, Ende März waren noch zehn Punkte aus der Checkliste nicht erledigt. Eigentlich sollte der Flughafen testbereit sein. Doch selbst wann das Herzstück des BER - das Fluggastterminal - fertig ist, kann derzeit keiner sagen. Wegen der noch zu bearbeiteten Nachforderungen durch das Bauordnungsamt im Landkreis Dahme-Spree verzögert sich die Fertigstellung weiter. Das Bauordnungsamt hat bei 13 von 188 skizzierten Entrauchungsszenarien aber Nachbesserungsbedarf.

Zudem ist die Flughafengesellschaft auch mit restlichen Baugenehmigungen in Verzug. So werden im Fluggastterminal unter anderem einige Technik- und Warteräume neu zugeschnitten, die Planungen für Sicherheitsstromversorgung die Brandmeldeanlage ergänzt. Laut einer Flughafensprecherin werden die Bauvorlagen aktuell zusammengestellt. „Die Übergabe an das Bauordnungsamt ist nun Anfang April geplant“, sagte die Sprecherin.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld geht davon aus, dass alle Bauarbeiten auf dem Flughafengelände im Sommer 2016 abgeschlossen sein werden. Landrat Stephan Loge (SPD) sagt: „Unser Bauordnungsamt sieht derzeit vor allem an der Schnittstelle zwischen dem unterirdischen Flughafen-Bahnhof und dem BER-Terminal Probleme.“ Unklar sei, wie sich bei einem Brand der Rauch in einer Etage oberhalb des Bahnhofs verteilen würde, falls unten ein Zug fährt. Loge fordert: „Der Flughafen und das Eisenbahnbundesamt müssen da eine Lösung finden.“

Die Zeit für die Fertigstellung drängt. Denn der Flughafen muss die Anlage spätestens Anfang nächsten Jahres so genannten Heißrauchgas-Tests unterziehen. Je länger die Umbaumaßnahmen dauern, desto weniger Zeit bleibt für die praktische Erprobung. Ob der avisierte Eröffnungstermin Ende 2017 gehalten werden kann, lässt Mühlenfeld offen. Im April will er dem BER-Aufsichtsrat einen überarbeiteten Plan vorlegen.

Statusbericht

Nacharbeiten bringen BER-Start 2017 in Gefahr

Stand vom 08.03.2016

Der Eröffnungstermin für den Flughafen BER verschiebt sich möglicherweise erneut. Wieder steht die Entrauchungsanlage im Visier. Das zuständige Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald fordert im laufenden Genehmigungsverfahren weitere Nachbesserungen, wie Flughafensprecher Daniel Abbou bestätigte. Die Auswirkungen auf den Zeitplan seien noch ungewiss.

Der zeitliche Puffer für die Inbetriebnahme des BER Ende 2017 war in den vergangenen Monaten bereits geschrumpft. Nun verlangt das Bauordnungsamt in einem Schreiben weitere Bauunterlagen. Demnach entsprechen einige der Brand- und Entrauchungsszenarien, mit denen die Funktionsfähigkeit der Entrauchungsanlage nachgewiesen werden soll, nicht den gestellten Forderungen.

"Wir müssen die Anforderungen des Bauordnungsamts einbeziehen und sehen, wie wir die Nachbesserungen umsetzen können", sagte Abbou. Abbou zufolge will die Flughafengesellschaft in Gesprächen mit dem Bauordnungsamt klären, welche der neuen Auflagen zwingend vor der Inbetriebnahme erfüllt sein müssen und welche Bestandteil der Betriebsgenehmigung sein können. Davon wird abhängen, ob der Eröffnungstermin im Herbst 2017 ein- zuhalten ist.

Statusbericht

Plan B für die BER-Eröffnung

Stand vom 01.03.2016

Flughafen-Technikchef Jörg Marks ist weiter überzeugt, den neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld wie angekündigt im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb nehmen zu können. "Wir sind damit im Oktober 2017, aber immer noch sauber im zweiten Halbjahr", sagte Marks, der seit 19 Monaten als oberster Bauleiter verantwortlich für die Fertigstellung des BER ist. Doch trotz des öffentlich auch von Flughafenchef Karsten Mühlenfeld vorgetragenen Optimismus arbeitet die Flughafengesellschaft offenbar bereits intensiv an einem Plan B. Das Worst-Case-Szenario sieht nach Informationen der Berliner Morgenpost dabei vor, den BER als Ganzes erst im Frühjahr 2018 in Betrieb zu nehmen.

Die zweite Alternative ist eine zeitlich stark gestreckte BER-Eröffnung. Demnach würde zunächst nur ein Teil des Terminalgebäudes, zum Beispiel das schon fast komplett fertiggestellte Pier Nord, eröffnet. Dies würde erheblich Zeitdruck aus der politischen Debatte nehmen. Denn luftfahrtrechtlich geht der BER nicht mit Eröffnung des neuen Terminals in Schönefeld in Betrieb, sondern erst mit der Nutzung der neuen südlichen Start- und Landebahn. Doch diese wird bei einem kleinteiligen Umzug von Tegel nach Schönefeld anfangs gar nicht benötigt. Die wenigen Maschinen kleinerer Airlines könnten über die bereits in Betrieb befindliche Nordbahn starten und landen. Die 3600 Meter lange Asphaltpiste war erst im Vorjahr umfangreich saniert worden.

Die großen Airlines wie Air Berlin oder die Lufthansa-Gruppe müssten nicht mitten im Winter umziehen. Ein weiterer großer Vorzug dieser Variante: Formal beginnt die Sechs-Monate-Frist für die Schließung von Tegel ebenfalls erst mit der Inbetriebnahme der Südbahn. Das BER-Terminal ließe sich nach diesem Szenario selbst im Dezember und damit noch 2017 publikumswirksam eröffnen, die meisten Airlines könnten dann dennoch flugplantechnisch günstig und ohne Zeitdruck im Frühjahr 2018 umziehen.

Statusbericht

50 Aktenordner Nachtrag für Baugenehmigungen

Stand vom 15.02.2016

Der Flughafen hat zu Wochenbeginn wichtige Unterlagen für die bauliche Fertigstellung des BER-Terminals eingereicht. Der sogenannte 5. Nachtrag umfasst dabei alle genehmigungsrelevanten Planungen, die für den Umbau der Entrauchungsanlage notwendig sind. Deren Funktionsfähigkeit gilt als Hauptvoraussetzung dafür, dass das BER-Terminal für die Abfertigung von Passagieren auch genutzt werden kann.

Flughafenchef Mühlenfeld hofft, dass das zuständige Bauordnungsamt die 50 Aktenordner umfassenden Unterlagen innerhalb von sechs bis acht Wochen prüft und genehmigt. Erst dann sei klar, was zur endgültigen Fertigstellung des BER-Terminals noch zu tun sei. "Wir kennen unser Bausoll. Aber es können noch Auflagen des Bauordnungsamtes dazu kommen", sagte Mühlenfeld. Eigentlich sollten die Arbeiten im BER-Terminal am 15. Juli fertig sein, inzwischen ist nur noch von einem Bauende "im Sommer" die Rede.

Mühlenfeld verwies darauf, dass die technische Inbetriebnahme für einzelne Bereiche schon begonnen habe. "Wenn wir wirklich den Bau im Sommer fertig bekommen, dann steht auch 2017 ganz klar", betonte Mühlenfeld. Damit würde der Großflughafen nach vier geplatzten Eröffnungsterminen mit sechs Jahren Verspätung ans Netz gehen.

Doch es ist unverkennbar: Der erst im Vorjahr gestreckte Zeitplan für die Fertigstellung des BER ist schon wieder Makulatur. Je nach Betrachtungsweise liegen die Arbeiten mal vier, mal sechs Monate hinter dem Soll. Das eingeplante Zeitpolster ist in jedem Fall bedenklich geschmolzen.

Statusbericht

Erster Teil der Entrauchung am BER fertig

Stand vom 30.11.2015

Ein Wochenanfang mit einer guten Nachricht vom künftigen Hauptstadtflughafen BER: Bei der bislang nicht funktionierenden Entrauchungssteuerung ist ein wichtiger Schritt getan. „Das erste Segment der neuen Steuerung der Entrauchungsanlagen im BER-Terminal ist fertiggestellt“, gab Flughafensprecher Ralf Kunkel am Montag bekannt. „Damit hat die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH einen übergeordneten Meilenstein des im Dezember 2014 vorgestellten Zeitplans bis zur Eröffnung des BER erreicht.“

Um den Airport in der zweiten Jahreshälfte 2017 eröffnen zu können, müssen etwa 200 von der Flughafengesellschaft definierte Meilensteine umgesetzt werden. Von einem Durchbruch kann noch keine Rede sein. Denn fertig ist bislang nur eines von sieben Segmenten zur Steuerung der Entrauchungsanlagen für das Terminal. Die „übergeordnete sicherheitsgerichtete speicherprogrammierbare Steuerung“ besteht zudem aus einem zentralen Ring. „Der nun fertiggestellte Abschnitt umfasst das Main Pier Nord“, sagte der Flughafensprecher. „Sowohl die Arbeiten an der Hardware, das heißt die Verkabelung auf den dazugehörigen Trassen und der Bau von Schaltschränken, als auch an der Software, also die Programmierung, sind abgeschlossen.“

Damit sei zumindest eine wichtige Voraussetzung für die Fertigstellung des nördlichen Teils des Hauptpiers und die sich nun anschließende Inbetriebnahme der zugehörigen Entrauchungsanlagen geschaffen. Mit dem Einbau der neuen Steuerung soll eines der Kernprobleme, die nicht funktionierende Entrauchung am BER, gelöst werden. Im Brandfall müssen mehr als 120 Entrauchungsanlagen für eine rauchfreie Schicht von 2,50 Metern für mindestens 15 Minuten sorgen, damit die Menschen im Umkreis des Brandortes sicher das Gebäude verlassen können. Wie Heißgasrauchtests ergaben, funktionierte dies nicht zuverlässig. Ein Problem war, dass die Steuerung von Nachström-Elementen für Frischluft – zum Beispiel von Fassadenöffnungen im Main Pier – direkt durch die Brandmeldeanlage erfolgen sollte und damit getrennt von der Steuerung der maschinellen Entrauchung war. Zu ihr gehören die Ventilatoren und -klappen. Im Oktober 2013 hatten die Flughafengesellschaft und die Siemens AG dann einen Vertrag zum Umbau der Entrauchungssteuerung unterzeichnet.

Statusbericht

Genehmigung für Brandschutz-Pläne nicht vor Jahresende

Stand vom 30.10.2015

Bis spätestens Oktober 2015 sollte laut ursprünglichem Zeitplan der Flughafengesellschaft das Bauaufsichtsamt des Kreises Dahme-Spreewald die neuen Entwürfe für die Brandschutzanlage genehmigt haben. Danach würden die neuen Brandschutzklappen eingebaut und zusätzliche Toranlagen angebracht. „Da die Planungen aufwendiger geworden sind als im Dezember 2014 gedacht, verzögert sich die Genehmigung“, sagt Flughafensprecher Ralf Kunkel. „Aus Sicht der FBB wird dieser Termin nicht vor Ende des Jahres liegen.“

Beim sogenannten 5. Nachtrag zur BER-Baugenehmigung, der die Veränderungen bei der Entrauchung umfasst, rechnet die FBB damit, dass die endgültige Planprüfung frühestens Ende November 2015 vorliegt. „Das Ergebnis muss dann vom Bauordnungsamt geprüft werden und abhängig von der Bewertung kann das Bauordnungsamt genehmigen“, so der Sprecher. Derzeit überprüfe ein Sachverständiger die Nachträge zur BER-Baugenehmigung auf Konsistenz und Stimmigkeit.

Statusbericht

Sanierung der Nordbahn abgeschlossen

Stand vom 23.10.2015

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld steht mit dem Vize-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider aus Brandenburg auf der fertig sanierten Rollbahn des Flughafens Schönefeld-Alt und lächelt ausnahmsweise einmal entspannt. „Wir freuen uns, dass wir die Sanierung der Nordbahn im Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich abschließen konnten“ , sagt er bei dem Pressetermin.

Knapp ein halbes Jahr haben die Arbeiten gedauert, rund 50 Millionen Euro hat es gekostet, die marode Piste auf Vordermann zu bringen. Die überholte Start-und Landebahn soll nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER weiter genutzt werden. Dunkler rutschfester Spezial-Asphalt 3600 Meter lang, 45 Meter breit. Offiziell freigegeben wird die Bahn in der Nacht zum Sonntag, rechtzeitig zum Winterflugplan. Bis zu 200 Bauarbeiter waren von Mai bis Ende September auf der Nordbahn im Einsatz, rund um die Uhr, teilweise im Dreischichtbetrieb.

Statusbericht

Auch nördlicher Teil des Hauptpiers verzögert

Stand vom 30.09.2015

Der nördliche Teil des 700 Meter langen Hauptpiers sollte Ende des dritten Quartals 2015 fertig sein. Dort werden später Flugzeuge von Airlines wie der Lufthansa andocken. Deckenhohlräume müssen erneuert, Kabel verlegt und Brandschutzmängel beseitigt werden. Doch der Termin wird nicht eingehalten.

„Leider gilt auch für das Mainpier Nord: Der Meilenstein ist verzögert“, sagte der Sprecher des Flughafens, Ralf Kunkel. „Dies liegt daran, dass sich ein höherer Arbeitsaufwand ergab als die ursprüngliche Planung vom Dezember 2014 vorsah.“ Grund sei „die strikte Linie der Flughafengesellschaft, den BER systematisch auf eine verlässliche Planungsgrundlage zu stellen, um den BER so sicher wie möglich durch den behördlichen Genehmigungsprozess zu führen“, so der Sprecher. Zum Beispiel müssten zusätzliche Räume an die Entrauchungsanlagen angeschlossen werden. Die Arbeiten verzögerten sich laut Kunkel auch durch die Insolvenz des Gebäudeausstatters Imtech.

Statusbericht

600 Wände müssen neu gebaut werden

Stand vom 29.09.2015

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld gab vor dem BER-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags bekannt, dass im Terminal nun auch noch rund 600 Wände falsch eingebaut wurden. "Wir haben eine gehörige Zahl von Wänden, die als Brandschutzwände definiert sind, aber so nicht gebaut wurden", sagte der Manager. Sie seien in Leichtbauweise errichtet worden.

Teilweise müssten "Stützen eingebaut oder Wandteile verstärkt" werden, um die geforderten Brandschutzklassen zu erreichen, teilte der BER-Chef am Abend mit. Ein "sehr geringer Teil" dieser Wände sei komplett neu zu bauen. Ein Teil der "Sanierungsmaßnahmen" sei bereits realisiert worden, so Mühlenfeld weiter.

Statusbericht

Bauaufsicht verhängt Baustopp

Stand vom 21.09.2015

Am Hauptstadtflughafen BER hat die zuständige Behörde die Bauarbeiten in der Haupthalle gestoppt. Grund seien "erhebliche Überschreitungen" von Gewichtsbelastungen im Gebäudedach, teilte der Landkreis Dahme-Spreewald am Montag mit. Der Baustopp werde frühestens aufgehoben, wenn ein Prüfingenieur die Standsicherheit nachgewiesen habe.

Die Flughafengesellschaft hatte schon am Freitag vorsorglich Teile des Terminals gesperrt. Zuvor war bekannt geworden, dass in 3 von 20 Deckenabschnitten zu schwere Rauchgasventilatoren eingebaut worden waren. Dies sei offensichtlich vor dem dann geplatzten Eröffnungstermin Mitte 2012 geschehen. Nun sei ein "neuer statischer Standsicherheitsnachweis" notwendig, teilte der Flughafen am Sonntag mit.

Statusbericht

Monatelange Verzögerung in Seitenflügel

Stand vom 11.09.2015

Der Südflügel am Terminal des neuen Hauptstadtflughafens wird mehrere Monate später fertig als zuletzt geplant. "Ziel ist es, die Baufertigstellungsanzeige spätestens im Juni 2016 zu versenden", teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit. Dabei seien mögliche Folgen der Pleite des Gebäudeausrüsters Imtech noch nicht berücksichtigt.

Nach dem im Dezember beschlossenen Terminplan sollte das Pier Süd eigentlich in diesem Herbst fertiggestellt werden. Die Raumlufttechnik und Entrauchungsplanung wurde aber nochmals überarbeitet, antwortete Müller, der Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens ist, auf eine Anfrage der Linkspartei.

Statusbericht

BER bei der Entrauchungsanlage im Verzug

Stand vom 31.08.2015

Die sogenannte Ausführungsplanung für die neue Entrauchungsanlage liegt nicht, wie angepeilt, Mitte des dritten Quartals 2015 vor. Der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, muss einräumen: "Bei der Ausführungsplanung Entrauchung für alle 140 Entrauchungsanlagen im Terminal gibt es Verzögerungen. Sie soll nun Ende September fertig werden." Die Verzögerung sei aufgetreten, weil die Arbeiten für den fünften und sechsten Nachtrag zur Baugenehmigung erheblich umfangreicher waren als angenommen.

"Flughafengesellschaft oder Planer haben nicht etwa getrödelt und erreichen den Meilenstein deshalb verspätet", sagt der Sprecher. "Im Gegenteil: Angesichts des enormen Mehraufwands machen die Planer nach unserem Dafürhalten einen guten Job."

Als die Planer den Terminplan Ende 2014 erstellten, seien sie davon ausgegangen, dass lediglich die große Anlage 14, das "Monster", in einzelne Abschnitte aufgeteilt werden soll. Kunkel: "Bei den Arbeiten stellte sich dann heraus, dass die Entrauchungsanlagen und die Nachströmungszuführung für fast 800 Räume im gesamten Fluggastterminal angepasst und planungstechnisch überarbeitet werden müssen."

Statusbericht

Eröffnungstermin im zweiten Halbjahr 2017 wackelt

Stand vom 28.08.2015

Der für die zweite Jahreshälfte 2017 geplante Eröffnungstermin des Flughafens BER in Schönefeld wackelt. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hält eine Verschiebung als Konsequenz auf die Pleite des Gebäudeausrüsters Imtech Deutschland für nicht ausgeschlossen. "Wir sind noch guter Dinge, dass wir den Termin halten können. Wir wissen aber nicht, wie lange es dauert, bis die Firmen wieder vollständig an der Brandschutzanlage weiter arbeiten können", sagt Mühlenfeld vor dem BER-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags. Das Terminal kann nicht wie vorgesehen im März 2016 fertiggestellt werden. Schon jetzt deuten sich mindestens drei Monate Verzögerungen an. Die Arbeiten seien derzeit sieben bis neun Wochen in Verzug, stellt der Flughafenchef fest, drei Wochen davon wegen der vorläufigen Imtech-Insolvenz seit Anfang August. "Da kommt noch etwas oben drauf", so Mühlenfeld.

Die Flughafengesellschaft hatte mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter vereinbart, mit Imtech weiterzuarbeiten. Wie Mühlenfeld jetzt den Abgeordneten mitteilt, bleibt die für den Bau wichtige Firma für die Elektrik und damit für die Stromtrassen zuständig. Imtech ist mittlerweile aber aus einem wichtigen Bereich ausgeschieden: Die Sanitär-, Heizungs- und Sprinklerarbeiten übernimmt das Unternehmen Caverion allein. Beide Firmen bildeten bislang eine Arbeitsgemeinschaft. Rainer Bretschneider, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des BER und Flughafenkoordinator Brandenburgs, sprach im Ausschuss von einer "sehr ernsten Lage". Er halte es aber noch für möglich, dass der BER wie geplant 2017 in Betrieb geht.

Statusbericht

Fertigstellungs-Plan bis Frühjahr 2016 gekippt

Stand vom 11.08.2015

Der BER kann nicht, wie zuletzt angepeilt, bis März 2016 fertig gebaut werden. Für Flughafenchef Karsten Mühlenfeld ist das die Konsequenz auf die Pleite der Gebäudetechnikfirma Imtech. „Die bauliche Fertigstellung, die im März 2016 geplant war, wird sich verschieben“, sagt Mühlenfeld. „Ob und wie das möglicherweise Auswirkungen auf die Gesamteröffnung hat, können wir noch nicht sagen.“ Zuletzt war geplant, den Flughafen endlich im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb zu nehmen. Die Imtech Deutschland GmbH ist eine der wichtigsten Firmen auf der Baustelle. Das Tochterunternehmen der niederländischen Royal Imtech NV hat Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt. Es kam nicht ganz überraschend. Die Firma kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten, wie Imtech-Vorstandschef Gerard van de Aast am 11. August bei einer Pressekonferenz bestätigt.

Außerdem steht das Unternehmen seit 2012 im Mittelpunkt einer Korruptionsaffäre. Ein Mitarbeiter der Flughafengesellschaft soll geschmiert worden sein. Es geht um Millionenbeträge. Der Staatsanwalt ermittelt. Flughafen-Chef Mühlenfeld hat inzwischen eine Taskforce mit Baufachleuten, Juristen und Vertragsspezialisten angekündigt. Sie soll „mit Hochdruck einen Plan erarbeiten, wie unser Unternehmen mit der Imtech-Insolvenz umgehen wird“. Das zuständige Distriktgericht in Rotterdam hat mittlerweile den Insolvenz-Antrag bewilligt und einen Verwalter für den Konzern eingesetzt.

Statusbericht

50 Prozent des BER-Terminals fertig

Stand vom 01.07.2015

Die staatliche Flughafengesellschaft hat ihr Ziel erreicht, bis zur Jahresmitte 2015 die Hälfte des BER-Terminals baulich fertigzustellen. "Wir liegen im Plan", sagt Ralf Kunkel, Pressesprecher der Flughafen-Gesellschaft. "Wir messen den Baufortschritt mit Hilfe von übergeordneten Meilensteinen. Die vier Planungs- und zwei Baumeilensteine, die bis Ende Juni avisiert waren, haben wir erreicht."

Notwendig sind vor allem Umbauten bei der nicht funktionierenden Brandschutzanlage im Terminal. Sie wurde in drei Teile zerlegt, neue Klappen und Schornsteine kommen aufs Dach, damit der Rauch im Brandfall nach oben abziehen kann. Etwa 4800 Kilometer Kabel müssen im gesamten Terminal neu verlegt werden. Die etwa 35 Kilometer lange Hauptverkabelung im Fluggastterminal ist inzwischen fertig saniert. Die Kabelstränge für die Versorgung mit Allgemeinstrom sowie mit Sicherheitsstrom und Schwachstrom waren zum Teil chaotisch angeordnet. Unter anderem wurden in den sogenannten Medienkanälen die Hauptleitungen der Haustechnik für die Wärme-, Kälte-, und Wasserversorgung neu verlegt.

Die restlichen Kabeltrassen, die über den Köpfen der Fluggäste unter Klappen versteckt liegen, sind laut Flughafengesellschaft bisher zu 70 Prozent in Ordnung gebracht worden. Zudem hat der Flughafen die baulichen Arbeiten an den beiden jeweils 14.000 Quadratmeter großen Pavillons links und rechts vom Hauptterminal abgeschlossen. Dort sind jeweils acht Sicherheitskontrollen und zwölf Check-In-Schalter untergebracht.

Statusbericht

Kabelsalat wurde beseitigt

Stand vom 04.06.2015

Bei der Pannenbeseitigung am Großflughafen BER in Schönefeld sind die Bauarbeiter und Ingenieure ein gutes Stück vorangekommen. Wie die Flughafengesellschaft am Donnerstag mitteilte, konnte die Sanierung der Hauptverkabelung inzwischen abgeschlossen werden. "Die Sanierung der Hauptverkabelung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des Flughafens", sagte Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Neben der nicht funktionierenden Brandschutzanlage am Flughafen waren auch die fehlerhaft verlegten Kabelstränge einer der wesentlichen Gründe für die verzögerte Eröffnung. In den Wochen vor der ursprünglich im Juni 2012 geplanten Eröffnung waren viele Kabel noch eilig verlegt worden, dabei wurden viele Fehler gemacht. Viele Kabel mussten in den vergangenen Monaten wieder entfernt werden – zumal sich Anfang 2014 herausstellte, dass die Hauptverkabelung im Fluggastterminal aufgrund erheblicher Leistungserweiterungen der Stromversorgung, unzulässiger Kabelhäufungen sowie kritischer Wärmeentwicklung nicht genehmigungsfähig war.

Die Hauptverkabelung befindet sich in den so genannten Medienkanälen unter dem BER-Terminal. Hier sind alle Hauptzuleitungskabel der Allgemeinstromversorgung, der Sicherheitsstromversorgung sowie der Schwachstromverkabelungen auf Kabeltragsystemen untergebracht. Darüber hinaus sind in den Medienkanälen die Hauptleitungen der Haustechnik für die Wärme-, Kälte- und Wasserversorgung verlegt. Die Elektrotechnik-Medienkanäle auf der Nord- und Südseite sind zusammengenommen rund 600 Meter lang. Die Kanäle für die Haustechnik haben eine Länge von insgesamt rund 400 Metern.

In den vergangenen Monaten wurden nach Informationen der Flughafengesellschaft rund 2500 Meter Kabeltragsysteme ertüchtigt. Zudem seien rund 35 Kilometer Hauptkabel zurückgezogen und neu geordnet auf Kabeltrassen verlegt worden. In den beiden Haustechnikkanälen im Mainpier Nord und Süd mussten darüber hinaus umfangreiche Kanäle zurück-, beziehungsweise umgebaut werden. Zudem wurden Heizungsrohre auf einer Länge von insgesamt 100 Meter isoliert, die zuvor Wärme auf die parallel verlaufenden Elektrotechnikkanäle abgestrahlt hatten und Hauptursache für die erhöhte Wärmeentwicklung in den beiden Elektrokanälen waren.

Statusbericht

Pläne für Umbau der BER-Entrauchung fertig

Stand vom 13.04.2015

Für den neuen Hauptstadt-Airport in Schönfeld (BER) vermeldet die Flughafengesellschaft Fortschritte. Demnach liegt jetzt die Planung für den Umbau der Entrauchungsanlage vor, wie Flughafensprecher Ralf Kunkel der Berliner Morgenpost am Montag sagte. Damit habe der erste Meilenstein bei der Fertigstellung des BER fristgerecht erreicht werden können, so Kunkel.

Die funktionsuntüchtige Entrauchung des BER bei einem Brand im Gebäude gilt als Hauptgrund für die mehrfach verschobene Eröffnung des neuen Airports. Die von Experten als "Monster" bezeichnete Großanlage soll nun in drei, unabhängig voneinander funktionierende Teile zerlegt werden. Notwendig dafür sind jedoch erhebliche Umbauten der bestehende Anlage sowie eine Änderung der Baugenehmigung. Die dafür notwendigen Unterlagen sollen Ende April beim zuständigen Bauordnungsamt eingereicht werden.

Statusbericht

Mühlenfeld übernimmt Pannen-Baustelle

Stand vom 31.03.2015

Der frühere Rolls-Royce-Manager Karsten Mühlenfeld hat am 16. März die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft übernommen. Auf dem gebürtigen Berliner lasten hohe Erwartungen: Die drei BER-Eigentümer – Berlin, Brandenburg und der Bund – erwarten von dem 51-jährigen Ingenieur, dass er den Flughafen in Schönefeld spätestens im zweiten Halbjahr 2017 startklar bekommt.

Seinem Vorgänger Hartmut Mehdorn trauten sie die Aufgabe nicht mehr so recht zu, er verabschiedete sich vorzeitig. In den knapp zwei Jahren seiner Amtszeit ist es Mehdorn nicht gelungen, einen konkreten Eröffnungstermin zu nennen, zu groß war das von ihm vorgefundene Chaos auf der Pannen-Baustelle. Der Manager hinterließ aber einen vom BER-Aufsichtsrat abgesegneten detaillierten Plan – wann was passieren soll, damit 2017 endlich die Flieger abheben können.

Kritiker wollen nicht mehr an Versprechen glauben. Selbst der neue Flughafenchef Karsten Mühlenfeld geht vorsichtig ans Werk. Er sagte bei seinem Einstand: "Wir sind ziemlich sicher, dass das Zeitfenster hoffentlich realistisch ist."

Die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund werden weitere 1,1 Milliarden Euro – voraussichtlich aus öffentlichen Kassen – bereitstellen, um den BER fertig zu bauen. *Der BER würde dann offiziell 5,4 Milliarden Euro kosten. Das entspricht mindestens 294 Euro für jeden Berliner, 412 Euro für jeden Brandenburger und neun Euro für alle im restlichen Bundesgebiet. Investitionen in zusätzlich benötigte Kapazitäten sind in dieser Summe noch nicht enthalten.

Die Flughafengesellschaft drängt darauf, weitere Abfertigungsmöglichkeiten zu schaffen und den Bau vorzubereiten. Die Politik bremst und pocht zunächst darauf, den BER zu eröffnen. Auf der Baustelle ist man nach Angaben des Technik-Chefs Jörg Marks im Plan.

Statusbericht

Terminband für BER-Eröffnung veröffentlicht

Stand vom 19.12.2014

Sieben Jahre nach dem ersten Spatenstich und vier Terminverschiebungen später soll der Berliner Flughafen BER im zweiten Halbjahr 2017 nun endlich eröffnet werden. Dafür wurde im Dezember 2014 ein mehr oder weniger konkreter Terminplan für die letzten Bauarbeiten, Abnahmen und Tests und die Eröffnung in Schönefeld aufgestellt. Ein Überblick, was alles fertig ist oder sogar schon genutzt wird:

  • 39 der 40 BER-Gebäude sind fertig. Nur das BER-Terminal noch nicht
  • Längst gebaut ist die 4000 Meter lange und 60 Meter breite südliche Landebahn
  • Der 72 Meter hohe Tower der Deutschen Flugsicherung ist sogar schon in Betrieb. Er wird vom derzeitigen Flughafen Schönefeld-Alt genutzt
  • Im Hangar von Air Berlin und Germania sind bereits Flugzeuge untergebracht. Die Lufthansa-Halle steht auch.
  • Das Frachtzentrum ist seit Juli 2013 eröffnet
  • Im Dezember 2014 haben die brandenburgischen Behörden bereits einen Teil des Terminals abgenommen, das Pier Nord. Von dort werden vor allem die Billig-Airlines ihre Flüge abwickeln
  • Auch der Bahnhof wird täglich angefahren. Täglich kommen S- und Regionalbahnen unter dem Fahrgastterminal an – allerdings ohne Passagiere. Die Gleise auf der etwa acht Kilometer langen Neubaustrecke vom Endhaltepunkt am alten Flughafen Schönefeld bis zum BER dürfen keinen Rost ansetzen. Die Weichen müssen bewegt werden, die Signale sich stellen
  • Auch die Haupthalle steht
  • An 118 Schaltern könnte schon jetzt eingecheckt werden
  • 150 Shops könnten öffnen. Es fehlen Ware und Kunden
  • Sogar ein Zahnarzt wartet schon auf den erhofften Patientenansturm. Vor gut anderthalb Jahren schon hat er im "Berlin Brandenburg Airport Center BBAC" nahe des Fluggastterminals auf 280 Quadratmeter seine Zweitpraxis aufgemacht
  • Das Informations- und Rechenzentrum und die Feuerwachen sind in Betrieb
  • Die Autobahnausfahrt auf der A 113 "Flughafen Berlin Brandenburg" ist seit 2011 fertig
  • Die "Total"- Tankstelle auf dem Gelände gilt als Geheimtipp, keine Warteschlange, auch nicht bei der Autowäsche
  • Parkplätze und Parkhäuser stehen auch alle bereit
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Tage seit Nichteröffnung des BER

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